Schreiben

Schreiben ist immer schon „nebenher gelaufen“. Ich mag den Prozess, in dem aus einer (Schnaps)Idee ein Plot, aus einem Plot eine Rohfassung und aus der Rohfassung eine fertige Geschichte wird. Der Spaß am sprachlichen Tüfteln kommt übrigens auch den Übersetzungen zugute, hält aber manchmal auch ganz schön auf, denn ich habe erst Ruhe, wenn jedes Wörtlein so sitzt und passt, wie ich es als Leserin auch gern selber vorfinden würde. Nicht selten sind wiederum beim Übersetzen durch die Beschäftigung mit interessanten Themen (siehe Veröffentlichungsliste) Ideen zu Geschichten aufgetaucht.

Mit dem Schreiben ist es mir ernst, daher habe ich hin und wieder ein Schreibseminar besucht und ich lasse Texte, die ich für gelungen halte, auch mal lektorieren. Ein paar kleine Geschichtchen habe ich bisher unter die Leute gebracht, beispielweise einen Gruß an meine AuftraggeberInnen zu meinem zehnjährigen Bestehen, nachzulesen unter „Zehnjähriges“. Unter „Rotkäppchen“ findet sich eine Märchenvariation.

Die Erkenntnisse aus einem Schreibseminar, einer Manuskriptberatung und Lektorat habe ich zu einem Übungsstück namens „Etüde“ verwurstet und bei Monsenstein und Vannerdat selbst veröffentlicht. Unter „Leseprobe“ kann man einen Blick hineinwerfen. Hier der Klappentext:
Schreiben„Eine siebenköpfige Gruppe nimmt an einem Kurs des Germanisten und mäßig erfolgreichen Autors Dr. Inger Haraldsen in einem Kloster teil. Babette schreibt Lyrik (und ist in Inger verliebt), Sieglinde blutrünstige Krimis, Theobald verfasst Ambitioniert-Konfuses, Franzi und Franz haben eine Schreibblockade, Helene verblüfft alle mit einer wunderschönen Geschichte. Roland schreibt zum ersten Mal. Inger lockert die Gedanken der Teilnehmer und erzielt erstaunliche Ergebnisse (die ihm bisweilen selbst ein Rätsel sind), denn am Ende des Kurses sind alle ein kleines oder großes Stück weiter.
Das Kloster der „Freundinnen der beiden Marien“ steht kurz vor der Schließung, das Anwesen soll verkauft werden. Oberin Spes Unica hat jedoch andere Pläne und wird von Schwester Lux Eterna und zwei Nonnen auf Zeit sowie dem Seelsorger Pater Noster darin unterstützt. Die Nonnen gestalten ein Ordensfest, dessen ansteckende Freude im Geiste auch die KursteilnehmerInnen erfasst – und müssen am nächsten Tag den Leuten begegnen, die das Kloster kaufen wollen. Aber es ist ja noch nicht aller Tage Abend.“
Die „Etüde“ ist als Taschenbuch oder E-Book erhältlich, entweder direkt bei mir oder bei Monsenstein und Vannerdat http://www.mv-buchshop.de/catalog/, bei Amazon, beam-ebooks.de oder aber mit ISBN im Buchladen.

Zudem habe ich seit gefühlten Jahrzehnten vor, Kurzgeschichten einzeln in hübscher Gestaltung zu verkaufen. Demnächst geht’s dann echt mal los.